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Sie sind natürlich auch herzlich eingeladen ihre eigene Meinung zu äußern Die Todesstrafe wirkt abschreckender als langjährige Haftstrafen.PRODie Todesstrafe vermag nachhaltiger und wirksamer Menschen vor der Begehung von Straftaten abzuschrecken als langjährige Haftstrafen. CONTRAAlle wissenschaftlichen Studien belegen klar, dass die Todesstrafe nicht abschreckender wirkt. Zudem ist nicht die Abschreckung oberstes Ziel der Rechtsprechung, sondern Gerechtigkeit. Die Todesstrafe ist nicht nur inhuman und aus moralischen Gründen abzulehnen, sie leistet darüber hinaus nicht das, was sich ihre Befürworter und Befürworterinnen von ihr versprechen: Sie macht das Leben in einer Gesellschaft nicht sicherer. Es gibt sogar gute Gründe zur Annahme, dass die Einführung der Todesstrafe den umgekehrten Effekt hat. Zum einen bedeutet die staatlich legitimierte Auslöschung eines Menschenlebens die Untergrabung des Rechtes auf Leben, welches das oberste Ziel eines Rechtsstaats darstellt. Zum andern wird den Menschen aber nicht nur die Relativität des Rechtes auf Leben vorgeführt, sondern durch die Hinrichtung wird - verstärkt durch die Art der Berichterstattung in den Sensationsblattern - in den Menschen eine Verrohung bewirkt. Dieser Verrohungseffekt kann schließlich dazu beitragen, Hemmungen gegenüber der Tötung von Menschen abzubauen. zurückAuge um Auge, Zahn um Zahn.PROEs soll Gleiches mit Gleichem vergolten werden. Selbst Moses fordert im Alten Testament ein solches Vorgehen. CONTRAAus christlicher Perspektive: Jesus Christus hat die starre mosaische Gesetzgebung des Vergeltens aufgehoben. Matthäus: zurückWer die Rübe ab hat, bringt keinen mehr um.PRODurch die Hinrichtung von Mördern und Mörderinnen wird sichergestellt, dass sie niemals mehr morden. CONTRADem legitimen Recht der Gesellschaft, sich zu schützen, sind Grenzen gesetzt, und menschliches Leben darf nicht zum Mittel degradiert werden, um eine möglichst hohe Sicherheit zu erreichen. Zudem ist die Zahl rückfälliger Kapitalverbrecher und Kapitalverbrechenrinnen sehr gering. zurückWer tötet, hat das Recht auf das eigene Leben verwirkt.PROWer jemanden getötet hat, kann nicht seinerseits auf ein Recht auf Leben pochen. CONTRADas Recht auf Leben ist an keine Bedingungen gebunden. Mit der Vollstreckung der Todesstrafe maßt sich der Mensch eine Quasi-Schöpfer-Rolle an. Nach modernem Verständnis ist der Staat keineswegs eine göttliche Einrichtung, sondern ein sehr menschlicher Versuch, das Zusammenleben von Menschen zu regeln. Der Staat kann irren und hat selber viele Schwächen. Wer Leben als unwert beurteilt und anderen Menschen - selbst wenn es Verbrecher sind - menschliche Qualitäten abspricht, begibt sich in gefährliche Nähe zu faschistischem Gedankengut. Außerdem stützt sich keine rechtsstaatliche Gesetzgebung auf den Verwirkungsgedanken: Wer stiehlt, hat sein Recht auf Eigentum grundsätzlich verwirkt! zurückWir wollen keine Mörder mit unserem Steuergeld durchfüttern.PROEs kann dem Steuerzahler nicht zugemutet werden, für Schwerverbrecher und Schwerverbrecherinnen lebenslang den Unterhalt aufzubringen. CONTRAEine Gemeinschaft, die beansprucht, dass ihre Grundprinzipien gerecht sind, muss bereit sein, auch die Kosten eines humanen Strafvollzugs zu tragen. Immer wieder gelingt es Anhängern der Todesstrafe, Emotionen zu wecken mit der Behauptung, Schwerverbrecher könnten als Staatspensionäre auf Kosten der Steuerzahler ein sorgenfreies Leben führen. Abgesehen davon, dass eine langjährige Haftstrafe von ungeheurer Tragweite für einen Menschen ist: Die humane Gesellschaft ist eine Solidargemeinschaft, die auch die Mittel zur Behandlung von Verbrechern bereitzustellen hat. Finanzielle Erwägungen – wenn sie zudem noch von niederen Motiven wie Missgunst und Rachsucht provoziert werden - und der Rechtsgrundsatz von der Unantastbarkeit des Lebens können ganz gewiss nicht auf derselben Ebene liegen. zurückDer Staat muss auf den Volkswillen Rücksicht nehmen.PRODie Justiz muss dem Begehren der Mehrheit nach Verhängung der Todesstrafe nachkommen. CONTRADa die Durchschnittsbürger und Durchschnittsbürgerinnen notwendigerweise über die Umstände von Kriminalstraftaten nur oberflächlich informiert sein können, neigen sie dazu, radikal zu urteilen. Zudem kann die Meinungsmacht der Boulevardpresse einen großen Druck erzeugen. Auf eine Wiederwahl bedachte Politiker und Politikerinnen geben diesem Druck oft nach. zurückTodesstrafe für Terroristen und Terroristinnen.PRONur die Hinrichtung von Terroristen und Terroristinnen verhindert ihre Freipressung. CONTRADer Staat würde den Terroristen und Terroristinnen die Legitimation für ihren Kampf liefern und die behauptete Unmenschlichkeit tatsächlich zeigen. Drohende Hinrichtungen würden die Gefahr von Freipressungen eher erhöhen. zurück |
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Klaus Kuhnert
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